Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Anwesende,
Auf die Bauplätze – Fertig – Los!
Heute geben wir einen weiteren Startschuss. Nicht nur für ein paar Baugruben, sondern für ein lebendiges, soziales und zukunftsweisendes Stück Freiburg.
Die heutige Beschlussvorlage ist das Fundament, auf dem in Dietenbach im ersten Schritt Wohnraum für rund 3.500 Menschen entstehen wird – Wohnraum, den unsere Stadt so dringend braucht.
Das Herzstück dieser Vorlage ist die Konzeptvergabe. Das ist ein klares Bekenntnis: Es geht uns nicht um den höchsten Preis, sondern um die beste Idee.
Wir wollen eine bunte Mischung aus Baugemeinschaften, Genossenschaften und klassischen Bauträgern.
Wir wollen Vielfalt statt Monotonie. Wir wollen Projekte, die durch ihre soziale, ökologische und gestalterische Qualität überzeugen.
Besonders hervorheben möchte ich die eingebaute Flexibilität dieses Konzepts. Wir haben aus früheren Projekten gelernt. Statt starrer, kleinteiliger Vorgaben setzen wir auf Anreize und einen fairen Wettbewerb.
Wir schreiben den Effizienzhaus-Standard 40 nicht zwingend vor, um bezahlbare Mieten nicht zu gefährden, falls sich Förderkulissen ändern. Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz gehen hier Hand in Hand.
Auch beim Erbbaurecht gehen wir einen klugen Weg: Wir machen es nicht zur Pflicht, aber wir belohnen diejenigen, die sich für Modelle mit Wiederkaufsrecht oder Vollablöse entscheiden. So sichern wir langfristig den städtischen Einfluss, ohne die Pioniere in diesem neuen Stadtteil zu überfordern.
Dieses Vorgehen ist pragmatisch, vorausschauend und fair.
Die Direktvergaben an die Freiburger Stadtbau und die katholische Kirche sichern von Anfang an wichtige soziale Infrastruktur und einen hohen Anteil an gefördertem Wohnraum.
Wir schlagen einen „Freiburger Standard“ vor, der dem Hamburger Modell gleicht: dieser ermöglicht eine neue Art des Bauens – kostenreduzierter, bezahlbarer und planungseffizienter.
Und gleichzeitig haben wir aktuell die Chance, bei der Vergabe am Bauprojekt Kleinescholz grundsätzliche Rückschlüsse zu ziehen. Sollte dort ein nicht unerheblicher Teil zurückgegeben werden, müssen wir das auch für die Konzeptvergabe einfließen lassen.
Gerade hinsichtlich der Entwicklung der aktuellen Finanzierungslage und anderer möglicher Kostentreiber
sollten wir hier rechtzeitig noch eingreifen können.
Auch sollten wir in diesem ersten Bauabschnitt innovative Bauweisen wie z. B. den „Gebäudetyp E“ pilotieren, welcher kostengünstiges Bauen ermöglicht, wenn auf bestimmte Ausstattungs- und Komfort-Standards, die für die Wohnsicherheit nicht erforderlich sind, verzichtet wird.
Uns schwebt dabei ein „Freiburger Standard“ vor, der dem Hamburger Modell gleicht, welcher eine neue Art des Bauens ermöglicht – kostenreduzierter, bezahlbarer und planungseffizienter.
Meine Damen und Herren, diese Vorlage ist ein hervorragend ausbalancierter Rahmen. Sie ermöglicht bezahlbaren Wohnraum, fördert soziale und ökologische Innovation und gibt den Startschuss für einen Stadtteil, auf den wir stolz sein können.
Ich möchte mich zum Schluss bei allen Beteiligten bedanken – stellvertretend Ihnen, Herr Baubürgermeister, dem Projektteam und allen Ämtern für die bereits geleistete Arbeit.
Und jetzt alle Bauwilligen aufgerufen: Auf die Bauplätze – Fertig – Los!
Vielen Dank.



